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Löten und Zubehör

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Löten - eine heisse Sache...

Sie sind Anfänger in Sachen löten?! Das war ich vor 4 Jahren auch. Und was soll ich sagen, es ist nicht schwer. Daher hier ein paar Tipps um den Einstieg zu erleichtern:

Lötkolben vs. Lötstation

Ob Sie mit einem einfachen Lötkolben einsteigen oder sich gleich eine Lötstation zulegen möchten hängt nicht zuletzt davon ab, wieviel Sie investieren möchten. Für gelegentliche und grobe Lötarbeiten reicht ein normaler Lötkolben völlig aus. Planen Sie öfter damit zu arbeiten oder feinere Arbeiten damit auszuführen (zum Beispiel Verkabeln von SMD oder Bestücken von Platinen), wird Ihnen die Lötstation bessere Dienste erweisen.

Der Hauptunterschied liegt darin, dass die Spitze eines einfachen Lötkolbens permanent beheizt wird. Bei einer Lötstation wird die Spitze beheizt bis die voreingestelte Temperatur erreicht ist und heizt nur nach wenn die Temperatur abgesunken ist. Dadurch ist auch ein Dauerbetrieb möglich.

Achten Sie darauf, welche Lötspitze vorhanden ist. Je feiner eine Arbeit sein wird, desto dünner soll die Spitze sein. Mit einer 2mm-Spitze wird es fast nur Geübten möglich sein, Lötarbeiten an SMD zu verrichten.

Lötzinn oder Paste?

Möchten Sie Kabelenden verzinnen, verdrillte Kabel verlöten oder Platinen bestücken ist die Empfehlung, das Zinn auf der Rolle zu wählen. Je nach Grösse des Lötobjektes dickeres oder dünneres Lot.

Möchten Sie LED oder SMD verkabeln, liegt die Empfehlung auf der Lötpaste. Man nimmt mit dem Drahtende selbst eine klitzekleine Menge auf oder nimmt die Spitze einer Pinzette zu Hilfe. So hat man ausserdem noch eine Hand frei mit der man sonst das Zinn von der Rolle hätte halten müssen.

Der Moment zum Dahinschmelzen...

Das Wichtigste nun ist eine ausreichend heisse Lötspitze. Zum Schmelzen von Zinn oder Paste braucht es eine Temperatur von mindestens 280° an der Spitze. Da bei einer Lötstation die Temperatur aber nicht ganz vorn an der Spitze gemessen wird, wählen Sie die Temperatur höher. Empfehlung: mindestens 350° oder höher

Halten Sie die Spitze des Lötkolben zunächst an das, was gelötet werden soll. Also den PIN der LED, des Widerstandes, an die Kabelenden. Nur wenn diese erwärmt sind fliesst das Zinn, sonst bleibt es dort als Klumpen hängen. Das Lötzinn in meinem Angebot hat zudem 2% Flussmittel was diesen Vorgang zusätzlich erleichtert. Anschliessend führen Sie das Lot zu. Nicht zuviel davon, denn Ueberschuss wieder aufzunehmen ist mühsamer. Lieber nochmals etwas nachdosieren. Den Dreh wieviel es braucht hat man schnell raus.

Bei der Lötpaste hält man die Lötspitze an die Paste um sie damit zu erhitzen. So verdampft die graue Creme und zurück bleibt reines Zinn. Auch hier darauf achten dass es nicht zuviel Material ist. Je nach Qualität der Paste bleiben harzartige Verbrennungsrückstände zurück. Diese lassen sich einfach mit einer Pinzette entfernen.

Halten Sie einen angefeuchteten Abstreifer parat mit dem Sie Zinnreste an der Lötspitze abstreifen können.

Bevor Sie diese Kenntnisse gleich an richtigen Werkstücken anwenden, empfehle ich auf jeden Fall zuerst die Fertigkeiten an ausgedienten Bauteilen zu üben. Wenn es zu Anfangs noch nicht recht klappt hat man dennoch keinen grossen Schaden.

Was beim Löten verdampft ist übrigens das Flussmittel. In den meisten Fällen wird Kolophonium verwendet. Als feines Pulver nimmt man dieses auch zum Pflegen von Geigenstöcken.

Sicherheitsempfehlungen:

Dass der Lötkolben an der gesamten Spitze sehr heiss wird und damit die Gefahr von Verbrennungen besteht, dürfte wohl klar sein. Wenn Sie den Kolben nicht brauchen, legen Sie ihn sicher ab (zum Beispiel Lötkolbenhalter). Brauchen Sie den Kolben länger nicht (Pause etc.), schalten Sie das Gerät ab. Beachten Sie dass es einige Zeit braucht bis die Spitze komplett abgekühlt ist.

Schützen Sie sich vor heissem tropfenden und kleckerndem Lötzinn. Verwenden Sie eine Schutzbrille und Handschuhe. Ganzkörperkleidung und Schürze werden empfohlen (nicht aus Plastik).

Aufgrund Dampfentwicklung für ausreichend Lüftung sorgen.

Optionale Hilfsmittel:

Zum Aufnehmen von überschüssigem Lötzinn empfehle ich die Kupferlitze oder die Entlöt-Pumpe. Zum Aufnehmen muss das Zinn wieder verflüssigt werden.

Mit einer speziellen Lötpinzette lassen sich Dinge sicher festhalten. Die Pinzette ist so konstruiert dass die Hitze nicht bis zu den Fingern gelangt.

Mit einem SMD-Uebungs-Set kann man das Löten von SMD und anderen Bauteilen auf Platinen üben. Die Platinen haben keine Funktion, sie dienen nur dem Uebungszweck bevor es an "richtige" Bauteile geht.

Mit diesen Informationen sollten Sie fürs Erste gerüstet sein, Ihre ersten Versuche zu wagen.

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